TAUSCHMAGAZIN-Newsletter Oktober 2006

TAUSCHMAGAZIN-Newsletter Oktober 2006

Liebe Tauscherinnen und Tauscher,

nach einer langen Sommerpause hier nun heute ein kurzer erster TAUSCHMAGAZIN-Newsletter. Bitte gebt die Artikel an Teilnehmerinnen und Teilnehmer eures Tauschringes weiter sowie an eure Nachbarschafts-Tauschringe. (Bitte veröffentlicht ihn nicht auf eurer Homepage oder in anderen öffentlichen Foren.)

Der Newsletter soll euch künftig wieder häufiger mit Informationen versorgen und gibt auch euch die Chance, eure Beiträge zu veröffentlichen. Je mehr Beiträge desto häufiger der Newsletter...

Wie viele von euch bemerkt haben, wird unsere Homepage für einen neuen Start umgestaltet. Dieses kostet einerseits Zeit – andererseits erscheint uns dieser Newsletter vor dem Treffen in Wangen wichtig. Wir bitten daher um Entschuldigung, dass Leserbriefe und einige Beiträge nicht berücksichtigt werden können. Die nächste Ausgabe ist umfangreicher und für November geplant.

Es gibt viele Veränderung in der Tauschring-Szene, von einigen wollen wir euch heute kurz berichten:

Ressourcen-Tauschring
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Die überregionale Verrechnungsstelle „Ressourcen-Tauschring“ (RTR) geht von der Sozialagentur E. Kleffmann (Klaus Kleffmann) an Andreas Artmann (Münster) über. Der Übergang endet mit dem Ablauf der Einspruchsfrist am 15.12.2006.

Mitglieder des RTR wurden direkt aufgefordert, ihre Buchungen zu vergleichen. Der aktuelle Kontostand ist jederzeit im internen Bereich unter http://www.ressourcen-tauschring.de eingesehen werden. Rückfragen, Einwände und Kontenklären müssen bis spätestens 30.11.2006 mit Klaus Kleffmann geklärt sein. Nach Ablauf dieser Frist gelten alle früheren Buchungen und resultierende Kontostände als unwiderruflich anerkannt.

Die postalische Anschrift des RTR lautet ab sofort:

Ressourcentauschring
Andreas Artmann
Lauenburgstr. 12
48147 Münster

e-mail: aartmann@muenster.de
Tel. 0251-207 52 78

Bitte berücksichtigt, dass in dieser Übergangszeit viel Arbeit ansteht. Andreas Artmann bittet um Geduld, wenn er Nachfragen und Anregungen, die nicht direkt mit der Übergabe zu tun haben, wahrscheinlich nicht zeitnah beantworten kann.

Im nächsten TAUSCHMAGAZIN-Newsletter lest ihr mehr hierzu.

Tauschringe im Dialog
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Die im vergangenen Jahr zusammengefundene Arbeitsgruppe hat im Laufe des Jahres ihre Besetzung geändert, u.a. sind Andreas Artmann und Dagmar Capell aus der Gruppe ausgetreten. Ein Blick auf das Forum zeigt, dass der Dialog mit den Tauschringen online in den Anfängen steckengeblieben ist. Eine Homepage (www.tauschringe.org) und die Gründung eines Fördervereines sind in Arbeit. Die Gruppe plant, ihre Arbeitsergebnisse auf dem Treffen der deutschsprachigen Tauschringe zu präsentieren. www.carookee.com/forum/AG-TR-Dialog

Hierzu passt der Artikel

Auf der Suche nach der verlorenen Hoffnung - oder wie sich die AG Tauschringe im Dialog als Flop erwiesen hat

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(Fortsetzung: siehe Artikel unten)

Tauschring und Regiogeld
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Der Zeit-Tausch wird derzeit ansatzweise in vielen Orten durch den Regionalgeld-Gedanken vereinnahmt. Hierbei wird der innovative und soziale Charakter der Zeit-Tauschringe vollkommen außer Kraft gesetzt und viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ziehen sich enttäuscht zurück. (Fortsetzung: siehe Artikel unten)

Adressenlisten
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Bitte aktualisiert eure Tauschring-Daten unter www.tauschringadressen.de und www.tauschring.de. Hier könnt ihr auch die Adressen der anderen Tauschringe einsehen. Die bisherige Adressenliste vom Tauschring-Archiv ist nicht mehr öffentlich einsehbar, kann aber im Shop erworben werden: www.tauschringportal.de/Tauschringportal/index.html

Einen schönen Herbst wünscht euch

Dagmar Capell
für das TAUSCHMAGAZIN-Team
www.tauschmagazin.de
tauschring@web.de

Ihr möchtet diesen Newsletter künftig nicht mehr erhalten? Bitte eine kurze Nachricht an tauschring@web.de.

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Auf der Suche nach der verlorenen Hoffnung - oder wie sich die AG Tauschringe im Dialog als Flop erwiesen hat.

von Enrica Dragoni Maier, Keuzberger Tauschring, e-mail: E.Dragoni-Maier@web.de

Für die Organisatoren des Berliner Bundestreffens war, wie wahrscheinlich für alle anderen, die diese Aufgabe mal übernommen haben auch, das ganze Unternehmen ziemlich stressig. Aber, man hat sich mit dem vielversprechenden Ergebnis der Gründung der AG Tauschringe im Dialog getröstet und aus vollem Herz gefreut, dass die unternommenen Anstrengungen nicht umsonst gewesen waren.

Ein ganztäglicher Workshop in drei Teilen, von langer Hand von drei Moderatoren vorbereitet, ist in Berlin mit wichtigen Schlussfolgerungen durchgeführt worden. Die Teilnehmer lehnten irgendwelche institutionalisierte Struktur ab und entschieden sich für die Form einer Arbeitsgemeinschaft, deren Mitglieder die Aufgabe haben sollten, im Laufe des folgenden Jahres durch intensive und kontinuierliche Kommunikation alle wichtigen, anstehenden Probleme zu diskutieren und Vorschläge für Lösungen vorzubereiten. Die Arbeitsgruppe „Tauschringe im Dialog“ wurde geboren.

Im Laufe der Jahre hatte sich die Unfähigkeit, konstruktiv miteinander umzugehen, als Achillesferse der Zusammenarbeit zwischen Tauschringen erwiesen und diese Tatsache wurde bei der Ansatzaufstellung berücksichtigt (1). Man hat sich das Ziel gesetzt erst mal innerhalb eines kleinen Kreises eine Kommunikationsstruktur zu entwickeln, um die Basis für die zukünftige Erweiterung zu haben. Wie kann man über die Entfernung im konstruktiven Gespräch bleiben? Welche Regeln braucht es, um zu einem Konsens zu kommen? Wie kann man es schaffen, durch vorsichtiges und vertrauensbildendes Auftreten Resonanz bei den Tauschringen zu erzeugen? Diese Fragen sollten zuerst geklärt werden, um die tragfähige „Unterlage“ für eine bundesweite Kooperation zu bilden.

Inhaltlich geht es vor allem, das Selbstverständnis, die Definition von Tauschringen „einzukreisen“, d. h. eine Plattform zu finden, welche von den Meisten akzeptiert werden könnte. Die Klärung dieses essentiellen Aspekts war das Hauptziel des Berliner Bundestreffens gewesen, aber vor und während der Veranstaltung war es allen Teilnehmern klar geworden, dass man die Prämissen klären müsste, bevor eine gemeinsame Plattform avisiert werden könnte.

Die Entwicklung der letzen drei Jahre hatte eine Problematik verdeutlicht, welche die Zusammenarbeit auf Bundesebene verhinderte; ausgehend vom Bundestreffen 2003 hatten zahlreiche TR angefangen, den Pfad der bis dahin festegelegten Grundsätze zu verlassen. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Modellen (TR, Barter, Regiogeld, Seniorengenossenschaften u. a.) schienen ihre Bedeutung verloren zu haben und der Einheitsbrei wie im berühmten Märchen hatte angefangen, die ganze Tauschszene zu erobern.

Mit gespannter Neugier habe ich auf das erste Treffen der AG in Kassel gewartet. Sehr irritiert war ich beim Lesen des Protokolls über die räumliche und personelle (Einrichtung und Moderation des Forums bei carrookee.com) Verknüpfung der Arbeitsgruppe mit der Veranstaltung in Wangen 2006. Die Prämissen der Arbeitsgruppe beruhten eindeutig darauf, sich ausschließlich mit der Tauschring-Thematik zu beschäftigen, während im Gegensatz die Haupteigenschaft des (von einem AG-Mitglied mitorganisierten) Treffens im November 2006 gerade darin besteht, andere Modelle wie z. B. Regiogeld und Bartersysteme gleichberechtigt einzubeziehen (darum, ehrlicher- und konsequenterweise offiziell diesbezüglich von einem „Treffen der deutschsprachigen Tauschsysteme“ und NICHT vom „Bundestreffen der Tauschringe“ die Rede ist).

Somit handelte es sich um zwei sich widersprechende Zielsetzungen, die aus meiner Sicht eindeutig zu trennen waren/sind. Der Arbeitsauftrag der AG besteht u. a. darin, kritisch den Ansatz des besagten Treffens zu analysieren, um festzustellen, ob die Kompatibilität mit den bis jetzt gültigen Prämissen der Tauschringbewegung gegeben wäre.

Diese Vermischung, die untransparente Arbeitsweise der AG, ihr Ziel, auf Biegen und Brechen zu institutionalisierten Strukturen zu kommen, statt den Dialog (wie programmatisch im Titel ausgedrückt ist) zu fordern, hat viele „Gutwilligen“ dazu gebracht, Abstand vom avisierten Engagement zu nehmen. Diese Tatsache wurde von den Verantwortlichen zwar immer wieder „registriert“, aber deren Ursache im Mangel an Bereitschaft, sich konkret einzubringen, gesucht, statt sich selbstkritisch zu fragen, ob die AG-Struktur das Haupthindernis für die Zusammenarbeit auf breiteren Ebene (Grundziel der besagten AG) darstellen könnte.

Mittlerweile ist diese Gruppe (bundesweite AG zum Dialog „genannt“) dabei, vorhandene Tatsache zu schaffen.

Nur zwei Fragen habe ich noch: Wieso trauen sich die Verantwortlichen/Befürworter dieses eindeutigen Kurswechsels nicht, dazu offen zu stehen? Wieso werden Winkelzüge gemacht und es wird um den heißen Brei herumgeredet?

(1) „Aufbau einer „internen Kommunikationsstruktur“

Die Schaffung von Systemen, die die Möglichkeit zur transparenten Information aller Tauschringe eröffnet und eine möglichst große Zahl in einen permanenten Dialog führt. Wir wollen daher als Erstes klare Kommunikationsstrukturen erarbeiten, das braucht etwas Zeit. Wir erachten es auch als besonders wichtig, uns zunächst selbst so zu organisieren, dass wir per E-Mail "mensch-effizient" und langfristig arbeiten können. Das gefundene "System" wird dann eingeübt und soll stetig im Dialog mit allen Mitwirkenden verbessert werden.

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Tauschringe und Regiogeld
von Dagmar Capell, Tauschring Harburg, e-mail: dagmarc@web.de

Der Zeit-Tausch wird derzeit ansatzweise in vielen Orten durch den Regionalgeld-Gedanken vereinnahmt. Hierbei wird der innovative und soziale Charakter der Zeit-Tauschringe vollkommen außer Kraft gesetzt und viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ziehen sich enttäuscht zurück.

Der reformerische Gedanke des Zeit-Tauschens findet bisher in der Gesellschaft sehr viel Anerkennung und Zulauf. Nach wie vor werden neue Tauschringe gegründet – von Privatpersonen genauso wie von Institutionen. Das Potential, das im Zeit-Tauschring steckt, überzeugt: Eine gleichwertige Art der Zeit-Bewertung von Leistung mit dem Ziel, dass alle Menschen mit ihren Fähigkeiten Anerkennung erhalten können, unabhängig von Geldbeutel oder sozialem Status. In der Zeittauschring-Theorie steckt viel ausbaufähiges soziales und auch wirtschaftliches Potential.

In der Realität jedoch haben fast alle Tauschringe mehr oder weniger Probleme, die allerdings oft erst nach mehreren Jahren offensichtlich werden. Beispielsweise seien hier Organisationsfragen, wenig Tauschaktivitäten oder Aktive, mangelhafte Buchführung, Demokratie oder die allgegenwärtigen zwischenmenschlichen Probleme unserer Gesellschaft genannt. Mehrere ehemals sehr aktive Tauschringe kränkeln oder haben ihre Arbeit eingestellt. Die Gründe hierfür sind im Einzelfall vielfältig, oft mangelt es an Verbindlichkeit, Aktiven und Strukturen.

Eine Problemlösung erhoffen sich einige Tauschringe in einer Kooperation mit einer Regiogeld-Initiative, selten wird ein Tauschring sogar ganz auf Regiogeld umgestellt. Durch die „Heilsversprechen“ beworben, hofft man auf weniger Verwaltung/Bürokratie, eine Aktivierung der Mitglieder, attraktive Zusammenarbeit mit Gewerbe usw. Das eigentliche Ziel des Tauschringes wird hierbei außer Acht gelassen, vielleicht wurde es auch nicht immer genügend diskutiert und formuliert.

Tauschring und Regiogeld sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe: Ein Zeit-Tauschring setzt direkt bei den Fähigkeiten eines jeden Menschen an und schafft Arbeit, das Regio-Geld fördert die Wirtschaft der Region durch den Ersatz des internationalen Euros durch regionale Währung, das Regiogeld. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Wege, die unterschiedliche Ziele ansteuern. Eine Vermischung beider Wege bedeutet zwangsläufig, dass das Ziel der Tauschringe nicht mehr angesteuert wird.

Wenn ein Zeit-Tauschring mit Regiogeld kooperiert, bedeutet dieses auch, dass mit Euro billige Leistung erkauft werden kann. Die innovative Grundlage der Zeittauschringe, dass ihre Währung nämlich nicht konvertierbar ist, dass Verrechnungseinheiten nicht in Euro getauscht werden können, geht verloren und mir ihr der Wert der Zeit-Verrechnungseinheiten und der soziale Sinn des Tauschringes! Tauschring-Währung ist Buchgeld und entsteht allein aus der erbrachten Leistung, also durch uns selbst. Das Regiogeld hingegen ist nur im Tausch zum Euro erhältlich – die innovative Idee, vom Euro unabhängig zu sein, ginge den Tauschringen verloren. Auch der gesetzliche Rahmen wäre ein Anderer: Hilfe im Haushalt als ein Versprechen auf Gegenleistung wird als Nachbarschaftshilfe bewertet – Hilfe im Haushalt gegen Regiogeld oder Euro ist Schwarzarbeit, sofern es nicht gesetzlich gemeldet wird.

Ein offensichtliches Resultat einer Kooperation Tauschring – Regiogeld wäre, dass z.B. ein Gutverdienender seine Euros in Regiogeld tauscht und hiervon im Zeittauschring Leistung erkauft, die nach dem Zeittauschring-Prinzip eigentlich nur im gleichwertigen Tausch untereinander erhältlich sein sollte. Weiterhin hat jede derartige Vermischung auch rechtliche Folgen und beeinträchtigt das Vertrauen der Tauschringe untereinander: Wenn z.B. Teilnehmer des Ressourcen-Tauschringes ihre Tauschwährung in Regionalwährung wechseln, sind alle anderen mit betroffen.

Für Tauschringe ist es unabdingbar, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander Vertrauen aufbauen, unsere Währung basiert ja auf diesem Vertrauen. Solch ein Klima zusammen mit der vorhandenen potentiellen Bereitschaft für eine alternative Währung macht Tauschringe zu einer idealen Werbeplattform für Regionalgeld-Initiativen.

Die Veranstalter des Bundestreffens 2003 in Bad Aibling haben durch ihre Themen- und Referentenauswahl der Verbindung „Tauschring und Regionalgeld“ erstmals einen offiziellen Charakter gegeben. Fortgesetzt wird dieser Trend durch die aktuelle Art der Ankündigung zum ersten Treffen der deutschsprachigen Tauschringe 2006 in Wangen. Hierdurch wird aktiv und bewusst ein Prozess unterstützt, der viele Tauschringe in ihrer Existenz gefährdet. Einer der Hauptakteure beider Veranstaltungen ist auch in der Arbeitsgruppe „Tauschringe im Dialog“ aktiv und bewirbt aktuell, Talente in Regiogeld zu tauschen. Es bleibt abzuwarten, wie die Arbeitsgruppe mit diesem nicht zu unterschätzenden Interessenskonflikt umgeht.

Auffallend ist, dass derzeit in mehreren Tauschringen Einzelpersonen sehr engagiert die Themen „alternative Währung, Lokalökonomie, Regiogeld“ ins Gespräch bringen und –soweit es ihnen gestattet wird- dieses auch in der Marktzeitung oder auf der Internetseite bewerben oder gar im Tauschring das Regiogeld einführen. Oft kommt es sogar zu einer „Übernahme“, ohne dass die Mehrheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich zu wehren wissen. Da fehlen Informationen, Interesse und Argumente, es fehlen verbindliche (Entscheidungs-)Strukturen im Tauschring und vor allem fehlen sehr oft Zeit, Energie oder Wille, sich dagegen zu wehren.

Gleichwohl ist der überwiegende Teil der Tauschring-Aktiven sich der Verantwortung für den Tauschring bewusst und handelt professionell: Sofern überhaupt ein eigenes Interesse an Regionalwährung und der Stärkung der lokalen Wirtschaft besteht, wird dieses nicht zwangsläufig auf den Tauschring übertragen. Es ist durchaus möglich, zwei Arten des lokalen Wirtschaftens zu unterstützen: einerseits der soziale, beim Menschen ansetzende Zeittausch und andererseits die lokalen Händler und Produzenten bei ihrer Vermarktung vor Ort – ob mit oder freiwirtschaftlichem Interesse.

Tauschringe haben in über 10 Jahren gemeinsamer Treffen keine offizielle gemeinsame Lobbyarbeit organisiert. Niemand ist autorisiert, für die Tauschringe zu sprechen: also schweigen wir derzeit größtenteils und andere sprechen für uns. Auffallend ist, dass Regionalgeld-Referenten allerorts eine Verbindung zu Tauschringen betonen, gern auch gegenüber der Presse oder bei Vorträgen. Sie erläutern, was sie unter Tauschring verstehen und mit Zeittausch und dem sozialen Aspekt hat dieses selten zu tun. Ob aus Unwissenheit oder Absicht, sei dahin gestellt – die Folgen sind für das Modell der Zeittauschringe auf jeden Fall negativ. So wird manch Tauschring unabgesprochen und ungewollt von der neuen Regiogeld-Inititative vor Ort als Sympathieträger mit in die Werbung einbezogen und Gemeinsamkeiten öffentlich hergestellt, die es nicht gibt. Die aktive Regiogeld-Bewegung macht uns sehr deutlich, was die Tauschring-Bewegung bisher versäumt hat.

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