Dezember 200821.12.2008 zum Jahresausklang erhaltet ihr auf diesem Wege Die Artikel stehen als pdf unter www.tauschmagazin.de zum Download und dürfen/sollen in eurer Tauschring-Zeitung abgedruckt werden. Wie läuft es in eurem Tauschring? Das TAUSCHMAGAZIN darf und soll auch zum Erfahrungsaustausch genutzt werden. Tipps, Anregungen, Fragen, Berichte - wir freuen uns auf eure Rückmeldungen. Ich wünsche euch ruhige Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr. Dagmar Capell Eine ganze Familie im TauschRausch Ich hörte mittags beim Kartoffelschälen davon im Radio und war sofort entflammt für diese Idee des geldlosen Tauschens. Schnell waren andere Begeisterte in der Region Ingolstadt-Eichstätt gefunden, die das gleiche Ziel verfolgten und 2003 den ZeitTausch-Ring Ingolstadt-Eichstätt gründeten. Waren es anfangs noch die Standardtauschakte wie Rasenmähen, Fahrradreparatur und hin und wieder ein Glas Marmelade, so nahmen unsere Tauschaktivitäten rasch an Umfang zu. Ich brachte meine Aufbau- und Verwaltungsarbeit in den Verein ein und leistete mir dafür fleißige HelferInnen, die mir bei der Bewältigung meiner Bügelberge und der Gartenarbeit zur Hand gingen. Dann entdeckte mein Mann, ein Allroundtalent, den Tauschring für sich. Am Feierabend und Wochenende erledigte er bei Tauschfreunden Kleinreparaturen, half bei Computerproblemen und gab Tipps fürs Digitalfotografieren. Dafür holt er sich bis heute immer wieder Hilfe bei Büroarbeiten. Die nächste Stufe war ein rauschendes Familienfest im vergangenen Jahr mit über 50 Teilnehmern, das wir ausschließlich über die verschiedensten Leistungen von TauschringlerInnen für Deko, Auf- und Abbau, zwei Büffets, Abwasch, Ausleihe von Partygeschirr und –ausstattung bis hin zur Unterbringung auswärtiger Gäste abdeckten. Anfang 2007 stieg unsere damals 15jährigeTochter nicht nur aktiv ins Tauschgeschehen ein, sondern gründete auch gleich den Jugend-ZeitTausch-Ring für unsere Region und präsentierte ihr Konzept als Jüngste beim Bundestreffen 2007 in Kassel. Ihre Idee des Partytaxis, das junge Leute, die auf dem Land kaum Möglichkeiten der Fortbewegung haben, durch erwachsene Tauschringmitglieder sicher von A nach B bringt, nutzt sie selbst regelmäßig. Ebenso wie ein Bett bei einer Tauschfreundin, die in der Stadt wohnt und unsere Landmaus nach der Party sicher und geborgen beherbergt, bis sie am nächsten Morgen wieder ein Bus oder eben ein Partytaxi nach Hause bringen kann. Dass sie sich in Voraussicht ihres Auszugs nach dem Abitur schon heute über den Tauschring Stück für Stück mit den Dingen versorgt, die man früher altmodisch zur „Aussteuer“ zählte, grenzt für sie schon fast an eine sportliche Betätigung. Und dass wir für unseren inzwischen 13jährigen Sohn in den letzten Jahren fast die gesamte Kleidung, regelmäßig eine neue Wintersportausrüstung und im letzten Sommer ein fast neues Fahrrad über den Tauschring bezogen haben, überzeugt auch ihn längst von den Segnungen dieses alternativen Wirtschaftssystems. Heute gibt es fast nichts mehr, was wir nicht zuerst im Tauschring suchen. Inzwischen decken wir so unseren gesamten Bedarf an Brennholz für unseren gefräßigen Kachelofen und sparen damit viel teures Heizöl, teilen uns zwei Tageszeitungsabos und sind dieses Jahr erstmals für 14 Tage in ein komfortables Ferienhaus in Urlaub gefahren, nachdem mein Mann die Donautaler dafür durch das Streichen der Fassade eines Zweifamilienhauses verdient hatte. Uns macht das Tauschen einfach Spaß, spart eine Menge Geld und bringt uns mit vielen netten TauschkollegInnen zusammen. Und täglich kommen uns neue Tauschideen, die in den zunehmend unsicheren Zeiten vielleicht auch noch eine viel größere wirtschaftliche Bedeutung bekommen werden. Michaela Ressourcen-Tauschring (RTR) Radio-Hinweis |
BATT 2010Einladung und ANMELDUNG zum Bundesarbeitstreffen der Tauschringe 2010 BATT 2009BATT 2008 |